Unter tiergestützter Pädagogik versteht man eine strukturierte und zielgerichtete Form der Begleitung, bei der Menschen gemeinsam mit Tieren pädagogisch gefördert werden. Im PfotenLernRaum. geschieht dies mit Unterstützung eines Hundes – aber auch andere Tiere wie Pferde oder Kleintiere können zu wertvollen „Co-Pädagog:innen“ werden. Das Besondere am tierischen Begleiter: Tiere werten nicht und begegnen jedem Menschen auf Augenhöhe und mit Offenheit, was ihnen eine einzigartige Brückenfunktion im pädagogischen Prozess verleiht.
Fachliteratur und Forschung betonen die positiven Auswirkungen tiergestützter Angebote: Tiere verbessern nachweislich Konzentrations-, Merk- und Gedächtnisleistung bei Kindern und Erwachsenen. Besonders bei Leseangeboten oder in stressigen Situationen helfen sie Kindern dabei, Ängste abzubauen, Stress zu regulieren und innere Ruhe zu finden
Ein wichtiger Bestandteil im tiergestützten pädagogischen Arbeiten mit Hunden ist zudem die Bissprävention. Kinder lernen den Hund achtsam zu beobachten, seine Körpersprache zu lesen und die eigenen Handlungen daran anzupassen. Es wird vermittelt, dass vor jeder Berührung gefragt werden muss, ob der Hund dies überhaupt möchte, und wie man sich einem Hund respektvoll näher
Besonders profitieren Kinder mit erhöhtem Förderbedarf oder Verhaltensauffälligkeiten von dieser Arbeitsweise. Die Beziehung zum Tier öffnet neue Zugänge, fördert Kommunikations- sowie Sozialkompetenz und steigert das Selbstwertgefühl. Für Kinder, die in klassischen pädagogischen Settings schwierig zu erreichen sind, eröffnet die tiergestützte Pädagogik neue Möglichkeiten zur persönlichen und ganzheitlichen Entwicklung – sei es durch emotionale Unterstützung, Motivation zur Interaktion oder Förderung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten
Alles rund um einen Therapiebegleithund
Um tiergestützte Pädagogik mit Hund anbieten zu können, muss der Hund eine spezielle Ausbildung durchlaufen. Die Ausbildung zum Therapiebegleithund haben wir bei Therapiebegleithunde im Weinviertel gemacht.
Ein Therapiebegleithund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der seine menschliche Partnerin oder seinen menschlichen Partner in pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Bereichen unterstützt. Dies ist abhängig von der jeweiligen Ausbildung des Menschen. Da ich ausgebildete Elementarpädagogin bin, darf ich tiergestützte Pädagogik anbieten.
Ein Therapiebegleithund trägt dazu bei, Vertrauen, Motivation und Wohlbefinden zu fördern – sei es in Bildungseinrichtungen, im Zusammenhang mit älteren oder Menschen mit Behinderung oder, wie in unserem Fall, im PfotenLernRaum.
Die Ausbildung zum Therapiebegleithund-Team umfasst intensive theoretische und praktische Schulungen. Dabei lernt das Team, wie es gemeinsam in verschiedenen Situationen sicher, respektvoll und wirkungsvoll arbeitet. Nur wer als Team harmoniert und die Eignungsprüfung zu Beginn besteht, darf nach der kompletten Ausbildung zur offiziellen Prüfung antreten und als Therapiebegleithundeteam im Einsatz sein.
Einblicke in die Ausbildung zum Therapiebegleithund





